Urlaubstagebuch Ostsee/Schönberg
September/Oktober 2009

Anmerkungen:

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Inhaltsverzeichnis


22.09.2009 - Zwischenstation Lübeck

Wir kommen früh weg und fahren gleich auf die A5 Richtung Norden. Glücklicherweise ist die Langzeitbaustelle auf der A5 gerade heute fertig gestellt und bis auf kürzere Stop and Go Phasen kommen wir bis Lübeck ohne Stau.

Da wir unser Ferienhäuschen erst ab 23.09. beziehen können, haben wir uns Lübeck als Zwischenstation ausgesucht und bereuen das in keinster Weise. Nicht nur, dass wir wunderbares Wetter haben, auch unser Hotel, Altstadt-Hotel, ist hervorragend.

Wir sind gegen 15:00 Uhr angekommen und nach dem Checkin erkunden wir die Stadt. Der erste Weg führt selbstverständlich zum Holstentor, oft gehört, heute zum ersten Mal in Natura gesehen. Sieht schon beeindruckend aus und ist inzwischen über 4 Meter abgesunken. Zwei Kanonen vor dem Tor sind die letzten Kanonen der Stadtverteidigung. Was Napoleon nicht requiriert hat (Lübeck gehörte mal zum französichen Machtbereich - als einzige deutsche Stadt!), wurde im zweiten Weltkrieg eingeschmolzen.

Wir laufen weiter durch wunderschöne, kleine Gassen mit noch sehr viel Kopfsteinpflaster. Im ev-lutherischen Dom machen wir eine Innenbesichtigung. Danach geht es weiter durch die Gassen mit teilweise traumhaft schönen Häusern, sowohl Backstein- als auch Fachwerkhäuser. Kleine schöne Einfamilienhäuser und große repräsentative Häuser. Es wurde wohl sehr viel restauriert und das Gesamtbild der Stadt ist einfach schön.

Vor allem an der Trave bietet sich ein schönes Panorama auf die Häuser und später lernen wir dann auch noch die Innenhöfe kennen, die nur durch enge Gänge erreichbar sind. Große freie Innenräume mussten bebaut werden, so dass hier eine eigenartige Konstruktion entstand. Ganz "sicherheits-denkend" fragen wir uns, wie die Feuerwehr hierher kommt.

Ein Besuch in Lübeck erfordert natürlich auch den Besuch der bekannstesten Marzipan-Herstellung bei Niederegger, wo es alles gibt, was das Herz begehrt und die Dekoration (ich nehme mal an, dass es "Erntedankefest"-Dekoration war) war liebevoll und sehr aufwändig gestaltet.

Der Marktplatz mit Rathaus war ebenso sehenswert. Die Marienkirche war dann schon geschlossen. Nach kurzer Frischepause im Hotel beschließen wir den Abend im "Kartoffelkeller", einem urigen in einem Kellergewölbe untergebrachten Restaurant. Sehr empfehlenswert.

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23.09.2009 - Lübeck, Ankunft Schönberger Strand

Es war ein wenig zu warm im Zimmer, aber ansonsten wirklich gut geschlafen und nach dem Frühstück und Checkout geht es zunächst noch auf den Petri-Turm, von dem man eine schöne Aussicht auf die Stadt hat. Leider haben wir keine gute Fernsicht und die mit Gittern versperrten Aussichten verhindern leider schöne Panoramaaufnahmen.

Anschließend geht es zur Trave, wo wir zum Abschluss noch eine Rundfahrt machen wollen. Wir sind zunächst auch nur 4 Personen an Bord, müssen dann aber leider fast 30 Minuten auf eine Schülergruppe inclusive ihrer LehrerInnen warten.

Wir haben am Anfang noch Gelegenheit mit dem Kapitän zu reden und er erzählt uns, dass er in Unterfranken geboren, mit 4 Jahren schon nach Duisburg kam. Sein Vater wurde dann zum ersten Polizeichef von Köln (evangelisch!) ernannt. Köln gehörte damals noch zum Regierungsbezirg Düsseldorf und damit konnten dann die Düsseldorfer die Kölner ärgern. Ob das allerdings alles auch so stimmt - keine Ahnung. Nach den Geschichten, die er uns während der Fahrt erzählte, könnte natürlich im Laufe der Zeit auch einiges an Phantasie dazu gekommen sein.

Es nieselt mal kurz, aber insgesamt haben wir viel Glück mit dem Wetter. Wir erfahren zum Beispiel, dass durch die Wirtschaftskrise hier zwei Schiffe seit über einem Jahr liegen, die keine Fracht mehr bekamen. Insgesamt sollen weltweit über 3.000 Schiffe in diversen Häfen festliegen. Der Abschluss bildet dann noch der Besuch in der Marienkirche, ebenfalls ein ev.-luth. Kirche. In der Kirche eine astronomische Uhr an der der Geburtstag bis zum Jahr 2080 ermittelt werden kann. 1942 fielen bei einem Brand nach einem Luftangriff die Glocken vom Turm. Diese wurden dort belassen und sind heute Teil der Kirche.

Die astrononische Uhr (ebenfalls neu, da zerstört) bringt jeden Tag um 12:00 Uhr ein Glockenspiel, das 8 Vertreter der Völker der Erde vor dem segneten Christus vorbei laufen lässt. Die Kirche wie auch die Altstadt von Lübeck sind Unesco Weltkulturerbe.

Nun heißt es Abschied von Lübeck nehmen und in gut zwei Stunden sind wir dann an unserem Ziel in Schönberger Strand. Wir werden bereits erwartet und nach kurzer Einführung können wir es in unserem Ferienhaus gemütlich machen.

Da haben wir wohl wieder ein schönes Häuschen erwischt, liegt rund 500 Meter vom Strand und sehr ruhig, zumdst. jetzt in der Nachsaison. Es geht dann noch zum Einkaufen und nach einem kleinen Spaziergang zum Strand wird dann der erste Abend eingeläutet.

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24.09.2009 - Eine erste Rundtour

Wir schlafen fest und gut, Susanne ist schon früher wach - ich schlafe fast bis 08:00 Uhr - für meine Verhältnisse ganz schön lange. Nach dem Frühstück geht es dann noch in die "City" und meine Frage in einem Tabakwarenladen nach Briefmarken wird verneint und die Frage, ob es hier eine Post gibt: "NÄ", so, als hätte ich im tiefsten Urwald nach der Post gefragt.

Nun, wir kriegen unsere Briefmarken bei der Tourist-Information und dort auch noch eine Fahrradkarte der Gegend. Unsere Räder mussten wir gar nicht mieten, sind im Hauspreis enthalten (aber nicht offiziell). Wir machen uns dann auf Richtung Brasilien und Kalifornieren. Wie der Reiseführer berichtet, angeblich entstanden aus angeschmemmtem Treibgut, wo entsprechendes auf einer Holzplanke stand. Naja, ob's stimmt - aber jedenfalls eine gute Idee. Sogar die brasilianische Flagge ist gehisst.

Obwohl es flach ist, ist das Fahren fast anstrengender als ein Berg, denn der Wind kommt uns gewaltig entgegen. Ich muss des öfteren in den ersten Gang schalten, damit ich überhaupt vorwärts komme. Und es gibt hier doch tatsächlich Leute, die ins Wasser gehen - nackisch!! - Respekt. Denn, die erste Gelegenheit, an den Strand zu gehen, führt uns direkterweise zum FKK Strand (ist allerdings ansonsten leer).

Es geht weiter bis zum Wendtdorfer Strand, von dort fahren wir dann im Inland über Wendtdorf, Barsbek und Krokau bis nach Schönberg. Gute Wege, allerdings manchmal (wo es eigentlich nicht notwendig ist), aufwändig mit Schildern ausgerüstet, während es an anderen Stellen, wo es notwendiger wäre, keinerlei Hinweise sind. Die Wege selbst sind aber gut ausgesucht und gut befahrbar.

In Schöneberg besichtigen wir noch die Kirche und danach geht es dann zurück zu unserem Ferienhaus, wo wir einen herrlichen Nachmittag mit Sonnenschein auf den Liegen im Garten verbringen. Am Abend schürt dann Susanne zum ersten Mal den Kamin an.

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25.09.2009 - Radtour 2

Nach einer ruhigen Nacht ist es heute früh entgegen der Prognosen wunderbares Wetter. Kaum Wind, die Sonne scheint. So kann es bleiben.

Nach dem Frühstück geht es dann wieder zur Küste, dieses Mal in Richtung Osten. Unsere Tour führt uns zunächst entlang der Küste, dann umrunden wir ein wieder naturalisiertes Stück Ostsee und Binnenland, wo das Meer wieder den natürlichen Läufen entsprechen darf und auch mal alles überfluten kann. Steht alles unter Naturschutz und ist nur vom Strand aus zu sehen oder über die Wanderwege herum. Betreten ist nicht erlaubt.

Wir folgen dem Weg bis es ins Binnenland Richtung Hohenfelde geht. Wir haben bisher kaum Wind und das macht sehr viel aus beim Vorwärtskommen. Über Hohenfelde, Schwartbuck geht es bis nach Köhn, teilweise an der Straße, aber immer auf eigenen Radwegen.

In Köhn machen wir erst einmal Rast und fahren dann Richtung Stoltenberg, wobei die Hinweisschilder wohl leider nicht mehr vorhanden waren, jedenfalls war an der Hauptstraße noch ein Schild, aber bei der Abbiegung nicht mehr. Hat uns dann ein paar Meter gekostet, ehe wir es gemerkt haben.

Allmählich bauen sich größere Wolken auf, die die Sonne am Scheinen hindern und auch der Wind nimmt wieder zu. Selbstverständlich kommt er von vorne. Man kann sich des Eindrucks nicht verwehren, dass der Wind die Radfahrer beobachtet und dann immer genau von vorne bläst.

Außerdem geht es heute richtig hügelig, wenn man das Wort hier benutzen kann, bis nach Stoltenberg. Und das bei Gegenwind. Inzwischen haben sich die Wolken auch noch verdunkelt, aber es bleibt bisher schön trocken.

Von Stoltenberg über Fiefbergen nach Schönberg, wo wir diesmal nicht durch die Stadt, sondern herum fahren. Abschließend geht es dann wie gestern zurück zum Schönberger Strand, am Ende dann doch noch im Regen, allerdings nur nieselnd, so dass ein Umziehen nicht notwendig wird.

Nach notwendigem Einkauf geht es dann zurück ins Häuschen, wo ein gemütlicher Nachmittag mit schwedischem Omelett eingeläutet wird.

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26.09.2009 - Mit dem Schiff Laboe - Kiel und zurück

Eine ruhige Nacht und ein Tag ohne Sonne. Die Wolken hängen dicht, aber es regnet nicht und ist auch nicht so kalt (da nicht so windig).

Nach dem Frühstück geht es heute mit dem Auto nach Laboe. Von dort fahren wir mit dem "Nahverkehr" über die Kieler Förde bis nach Kiel zum Bahnhof. Leider ist es heute mangels Wind doch sehr diesig, so dass Fernaufnahmen eher unscheinbar werden.

Nach ca. einer Stunde sind wir in Kiel am Bahnhof und machen uns auf zu einem Stadtrundgang, wobei das ein relativ kleiner Rundgang wird und Kiel uns auch nicht den Eindruck vermittelt, eine sehenswerte Stadt zu sein. Die Hafenanlagen mit den Schiffen sind sicherlich sehenswert, auch die Nikolai-Kirche, aber schon der Platz "Alter Markt" ist furchtbar anzuschauen mit den modernen Geschäftshäusern sieht man vom eigentlichen Platz kaum etwas.

Aber Kiel war ja eigentlich auch nicht das Ziel des Tages, sondern wurde nur so "nebenbei" mitgenommen, sondern letztendlich die Fahrt mit dem Schiff in der Kieler Förde. Wir laufen am Hafen entlang bis zur Haltestelle Reventlou, machen dort Mittag im Restaurant "Seaside 61" (sehr freundliche Bedienung) und gegen 13:15 Uhr kommt dann unser Schiff und wir legen von hier ab zurück nach Laboe.

Sowohl das Schiff ist mit Passagieren wesentlich voller als heute morgen als auch die Kieler Förde selbst mit Seglern aller Coleur. Scheinen auch keine Frühaufsteher zu sein. Zurück in Laboe geht es nach dem Einkaufen zurück in unser Ferienhaus.

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27.09.2009 - Radtour 3 - Der Weg ist das Ziel

Wir haben ein Traumwetter. Allerdings lt. Vorhersage nur heute. Wir nutzen das zu einer Radtour nach Hohacht, einem schönen Strand östlich von unserem Quartier.

Zunächst wieder die Wegstrecke vom 25.09. geht es dann von der Küste weg (ein Truppenübungsplatz der Bundeswehr hindert dort die Weiterfahrt) und über wunderschöne Landschaft, aber auch sehr schöne Dörfer mit schönen Gärten bis nach Hohwacht, einem Badeort direkt an der Ostsee mit schönem Strand.

Es ist so warm, dass sogar Susanne im T-Shirt fährt. Die Fahrradwege führen teils an Nebenstraßen, auch dort oft mit extra Fahrradweg und über Feldwege, aber immer gut zu fahren. Es ist schön zu fahren.

In Hohwacht angekommen, geht es ein Stück am Strand entlang, bevor wir dann wieder die Heimreise antreten. Diese jetzt doch sehr anstrengend, da uns fast die ganze Strecke der Wind ins Gesicht bläst.

Auf Dauer ist das ziemlich ätzend und schlimmer als Berge. Aber irgendwann sind wir dann wieder zurück am Häuschen und genießen den Nachmittag bei schönstem Sonnenschein, zumdst. bis 18:00 Uhr - dann gibt es die erste Prognose und die heißt: Wir haben 4-Jahre schwarz-gelb. Naja, wir sind ja Demokraten - schau'n wir mal, was sie so alles verändern.

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28.09.2009 - Schleswig

Gestern noch Traumwetter, heute eher durchwachsen. Da es am Vormittag noch trocken bleiben soll, fahren wir früh nach Schleswig, um uns das Schloss, den Dom und die Stadt anzuschauen.

Wir kommen gut über Kiel nach Schleswig und besuchen als Erstes das Schloss mit seiner vielfältigen Ausstellung. Ein Besuch hier lohnt sich auf alle Fälle. Die Ausstellung ist sehenswert, obwohl wir nur einen Teil gesehen haben, da es einfach zu viel war und irgendwann die Aufnahmekapazität erreicht ist.

Über das Schloss, aber auch viele aus der Gegend ausgestellte Kunstwerke sind in den einzelnen Stockwerken ausgestellt, aber auch die Steinzeit wird hier lebendig, wenn man die ausgestellten Moorleichen sieht.

Nach dem Schlossrundgang geht es dann noch zum Barockgarten - hier leider erwischt uns dann der angekündigte Regen, so dass wir uns erst einmal in unsere Regenklamotten werfen müssen und die Atmosphäre natürlich auch weniger schön wird. Im Garten ist auch noch der Herkulesteich, der den Kampf gegen die Hydra darstellt.

Anschließend geht es in die Stadt und da es zur Zeit mal wieder trocken ist, machen wir erst den Stadtrundgang. Eine ruhige Stadt mit wunderschönen, schön restaurierten Häusern, vielfach mit Rosen geschmückt. Der Stadtrundgang lohnt, selbst bei schlechtem Wetter. Vor allem der Stadtteil Holm, wo nicht nur ein Friedhof in der Mitte des Zentrums angelegt ist, sondern auch die Häuser und Gassen ein Traum aus einer anderen Zeit sind, lohnt einen Besuch.

Der anschließende Besuch im Dom beschließt einen kulturreichen Tag. Der riesige Hochalter, in 7 Jahren nur aus Holz geschaffen, lädt zum Sitzen und Beobachten ein. Der ganze Dom wirkt aber auch richtig im Verhältnis Größe und Kunst - ist nicht so überfrachtet wie oft in katholischen Kirchen.

Über Eckenförde geht es dann via Kiel zurück. Für Morgen scheint es noch einmal ein wenig gute Aussichten zu geben - der Rest der Woche leider nicht so sehr.

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29.09.2009 - Ein Bummel am Strand - ein Nachmittag in der Sonne

Es regnet richtig als wir Aufwachen und den Wolken nach zu urteilen wird das auch noch eine Weile anhalten. So wird erst einmal ein wenig gelesen, Susanne geht frische Brötchen kaufen und dann gibt es ein spätes gutes Sekt-Frühstück.

Und irgendwann hört dann sogar der Regen auf und wir machen uns auf an den Strand um einen kleinen Spaziergang in Gummistiefeln direkt an der Brandung zu machen. Diese ist heute sogar ein wenig "gewaltiger", obwohl immer noch relativ ruhig im Vergleich zu manch anderen Gegenden.

Sogar die Sonne zeigt sich jetzt ab und an und wärmt sogar noch richtig. Die Temperaturunterschiede zwischen Sonnenschein und Wolken sind aber schon groß. Außerdem geht ein kalter Wind.

Auf dem Rückweg gehen wir auf der Deichkrone (Gummistiefel laufen ist auch nicht gerade das Beste für die Füsse) und machen es uns dann in der Ferienwohnung gemütlich. Der Himmel reißt dann noch einmal richtig auf und wir können den ganzen Nachmittag herrlich faul auf den Liegen im Garten verbringen.

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30.09.2009 - Radtour 4 - Gut Panker - Hessenstein

Es ist merklich kühler geworden. Die Wolken hängen tief, aber es ist trocken und der erste Regen ist erst für den Abend angesagt.

Wir fahren heute mit den Rädern nach Laboe, auf der Hinfahrt im Binnenland auf der kürzesten Strecke. Dort angekommen, schauen wir uns ein ausgestelltes Original U-Boot aus dem 2. Weltkrieg an, das von Norwegen zurückgegeben wurde. Es ist wirklich verdammt eng darin.

Und wenn man sich dann an den Film "Das Boot" erinnert, kann man sich die Situation in der Enge wirklich gut vorstellen. (und den Kameramann noch mehr bewundern). Außerdem war mir nicht klar, dass die Torpedos derart groß sind - hatte mir die irgendwie immer handlicher vorgestellt.

Anschließend geht es zurück zum Schönberger Strand, diesmal aber an der Küste entlang. Wunderschön zu fahren, ein großes Naturschutzgebiet mit einer Unzahl von Wasservögeln, lädt zum Betrachten ein. Wir haben heute das Glück, dass wir keinen Wind haben und das macht das Radfahren doch erheblich angenehmer.

Nach einer Pause in einem am Strand gelegenen Restaurant geht es noch durch Kalifornieren (da will ich dann das Ortsschild fotografieren) und durch Brasilien (da finde ich allerdings nichts). Im Schönberger Strand angekommen, suchen wir noch das Restaurant, das wir uns für Freitag ausgewählt haben. Anschließend geht es nach Hause.

Wir wollen heute aber auch noch das Gut Panker besuchen und fahren mit dem Auto dorthin. Ein traumhaft schönes Gut, das wohl inzwischen mit Ausnahme des Herrenhauses im Besitz der Hessischen Hausstiftung (wo die Hessen so überall zu finden sind) ist.

Ein Rundgang hier lohnt, schöne, alte Häuser und auch die Geschäfte mit Galerien, Aniquitäten laden zum Staunen (und Kaufen) ein. Die zum Gut gehörende Kirche ist leider geschlossen. In ca. 2 km Entfernung gibt es einen Turm, genannt Hessenstein nach seinen Auftraggebern, den ehemaligen Besitzern des Gutes.

Hier war allerdings ein schwerwiegender Fehler in unseren beiden Reiseführern, der dazu führte, dass wir zwar zum Turm gewandert sind, aber nicht aufsteigen konnten, weil die Drehtürkasse nur 1 Euro Münzen annahm (in den Reiseführern stand 50ct.). Und leider hatten wir nur noch einen Euro. (und der Versuch, uns beide durchzuschleusen, scheiterte kläglich).

Wir beschließen, morgen noch einmal mit dem Auto herzufahren um die Aussicht zu genießen. Zurück am Gut, machen wir uns langsam auf den Rückweg und bald nach Ankunft fängt es an zu regnen. Susanne ist wie jeden Tag mit dem Kamin beschäftigt. Sie wird ihn, zu Hause angekommen, wohl sehr vermissen.

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01.10.2009 - Hessenstein - Preetz

Heute geht es als Erstes noch einmal zum Hessenstein-Turm (siehe gestern) - diesmal mit 3 einzelnen Euro-Münzen ausgerüstet, die aber letztendlich nur dazu reichten, einen von uns auch zum Aufstieg zu verhelfen.

Susanne macht den ersten Versuch und nach einer kurzen Drehung bleibt das Drehkreuz wieder stehen und lässt sich nicht weiter bewegen. Nach nochmaligem Lesen der Anweisung auf das "Klicken" gewartet - das half aber auch nicht. Nun hatten wir noch einen Euro. Den Versuch wage dann ich und ich drehe mit Kraft an dem Drehkreuz - und hopp - auf ist es. Aber nun ist leider unser Vorrat an Münzen wieder aufgebraucht. Das ist natürlich absolut dämlich hier gemacht, da man keinerlei Reklamationsmöglichkeiten hat. Also für jeden Besuch gilt: 1 Euro mitnehmen, einwerfen und KRÄFTIG gegen das Drehkreuz drücken.

Also gehe ich alleine die Stufen hoch und wundere mich, dass ich so schnell oben bin - hat von unten irgendwie ausgesehen, dass es länger dauert. Die Aussicht ist schön, aber nicht beeindruckend - dafür ist es dann doch zu "flach" hier. Auffallend häßlich in die Optik fällt das Hotel auf, das direkt bei unserer Ferienwohnung in Holm gebaut wurde - wer das wohl genehmigt hat?

Anschließend geht es Richtung Preetz über Selent, wo wir uns noch die Blomenburg anschauen. Der Erbauer wollte den Hessenstein-Turm Erbauer übertrumpfen, was ihm wirklich gelungen ist. Anstelle eines Turmes hat er gleich eine ganze Burganlage aufgebaut. Tja, und die Nachfahren hatten dann keine Knete mehr und mussten es an das Land Schleswig-Holstein verkaufen.

Von hier geht es nach Preetz wo wir zunächst einen Rundgang um den See machen. Die Wohnhäuser sind traumhaft, mit tollen Gärten und direktem Zugang zum See - da lässt es sich leben. Nach dem Rundgang wollen wir die Stadtkirche besuchen, was uns leider nicht möglich ist, da eine Konzertprobe ist. So können wir nur die kleine Nebenkirche sehen.

Im Anschluss stärken wir uns erst einmal in den Preetzer Caféstuben, die nicht nur in einem wunderbar alten Fachwerkhaus untergebracht sind, sondern auch im Inneren eine Unmenge an sehenswerten Antiquitäten beinhaltet. Und der warme Apfelstrudel mit Eis war auch sehr gut. (Außerdem war es perfektes Timing: kaum im Café - schon fängt es zu Regnen an).

Nachdem der Regen aufgehört hat geht es zur Klosteranlage Preetz - einer tollen Anlage, die heute auch als Wohnanlage genutzt wird. Leider haben wir heute in Preetz kein Glück mit den Kirchenbesuchen - die Klosterkirche ist leider geschlossen.

Von Preetz geht es dann Richtung Heimat mit einem Zwischenstopp in Krummbek, wo nicht nur unsere Vermieter einen Hof haben, sondern auch in einer Kerzenscheune die Möglichkeit besteht, selbst Kerzen zu drehen. Das schauen wir uns aber nur an, aber wir werden in dem reichhaltigen Angebot fündig um ein wenig Geld dort zu lassen.

Zu Hause angekommen, macht Susanne noch einen Strandspaziergang und kommt mit jeder Menge Steine und Muscheln zurück. Unser letztes Abendessen im Häuschen (morgen bleibt die Küche kalt) und ein letztes Kaminfeuer beschließen den Abend.

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02.10.2009 - Lütjenburg und Hohwacht

In der Nacht ist Sturm aufgezogen (oder zumdst. das, was Binnenländer als Sturm bezeichnen - für Ortsansässige wird's ein heftiger Wind sein). Es regnet und ist ziemlich ungemütlich. Aber im Ferienhaus ist es kuschelig warm.

Wir wollen heute an unserem letzten Tag noch ein Herrenhaus und eine Stadt besuchen. Ich navigiere erst einmal ein wenig falsch, so dass wir ein Dreieck fahren, aber irgendwann sind wir dann auf der richtigen Straße. Wir machen uns zunächst auf nach Gut Salzau und kommen gerade so an, dass es wieder das Regnen anfängt.

Das Herrenhaus macht jetzt auf uns nicht gerade den Eindruck "muss man gesehen haben", aber ist schon ziemlich riesig. Allerdings kann das natürlich auch mit dem Wetter zusammenhängen. Sitz der "internationalen Orchesterakademie" vom Schleswig-Holstein Musikfestival.

Der Park des Gutes ist allerdings wunderschön durch eine Allee erreichbar und von hier mit dem Teich davor macht es dann doch noch einen schönen Eindruck. Das Wetter wird allerdings nicht besser. Anschließend geht es nach Lütjenburg, wo wir uns auch nur mit Regenschirm bewegen können. Schöne alte Häuser wirken natürlich bei diesem Wetter nicht ganz so toll - außerdem ist auf dem Marktplatz ein riesiges Zelt aufgebaut, was den Gesamteindruck vermutlich auch verfälscht. (inzwischen muss wohl jedes Dorf sein Oktoberfest feiern).

Eigentlich hatten wir danach nur noch geplant über eine schöne Alleenstraße über Hohwacht zurückzufahren, doch kaum sind wir auf der Strecke, reißen die Wolken auf und die Sonne kommt hervor. Diese hat auch noch richtig Kraft. Die Straße nach Hohwacht ist wirklich schön und in Hohwacht machen wir dann noch eine schöne Strandwanderung und genießen die Sonnenstrahlen in einem Restaurant im Strandkorb.

Zu Hause angekommen geht es noch kurz in das Gelände der Museums- eisenbahn, die bereits geschlossen hat (Saisonende). Die Schienenfahrzeuge, die draußen stehen, sind allerdings jetzt nicht so dolle, die besseren stehen wohl in einer riesigen Halle, wo ich von außen nur eine Dampflok erkennen kann.

Da das Wetter jetzt wirklich noch einmal schön geworden ist, gehen wir auch noch einmal an den Strand, ehe wir dann zu Hause unsere Sachen packen, da es morgen in der Frühe heimwärts geht. Am Abend gehen wir dann noch gut essen und es ist mir in meinem ganzen Leben noch nicht passiert, dass ich, nachdem ich eine Flasche Wein bestellen wollte, der Kellner fragt: "Eine ganze Flasche?" (wobei bei der Formulierung hier nicht das Erstaunen des Kellners hervor geht). Auf meine Antwort: Ja, wir wollten schon was trinken - tut man das sonst hier nicht, hat er sich dann doch wieder eingekriegt und "Mir ist das recht" geantwortet. Den Wein selbst bringt und öffnet dann der Chef selbst.

Ich laufe dann noch auf den Steg (Susanne hat zu wenig an - ihr ist zu kalt) hinaus - mit dem Vollmond ist es eine traumhafte schöne Sicht und bald wird mir aber auch zu kalt im T-Shirt und Jacke. Die Fotoaufnahmen sind leider nicht so gut geworden.

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03.10.2009 - Heimfahrt und Fazit

In der Nacht hat dann das Wetter richtig gewechselt. Es ist jetzt richtig stürmisch und regnerisch.

Wir laden Fae im Regen und warten dann auf unsere Vermieterin. Gegen 09:00 Uhr ist dann Abnahme und es geht gleich im Regen los. Je weiter wir nach Süden kommen, desto besser wird aber das Wetter und nach Hamburg haben wir trockenes Wetter.

Nach einer Pause geht es weiter - wir kommen ohne größere Staus bis nach Frankfurt und sind gegen 15:00 Uhr zu Hause.

Fazit: War ein schöner Urlaub. Landschaftlich und auch die kulturellen Unternehmungen waren gut, wir hatten viel Glück mit dem Wetter. Nachteil: die Saison ist vorbei - einige Dinge sind nicht mehr machbar - z.B. eine Fahrt mit der Museumseisenbahn. Das Ferienhaus war toll - auch die Vermieter sind empfehlenswert. Wir würden jeder Zeit wieder kommen.

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