Urlaubstagebuch Barcelona
Wochenende September 2008

Anmerkungen:

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Inhaltsverzeichnis


05.09.2008 - Anreise und Ankunft

Zum ersten Mal checke ich per Web bei der Lufthansa ein. Leider habe ich viel zu spät geprüft, ob das möglich ist, denn die besten Plätze waren schon alle belegt und ich konnte nur noch Gangplätze reservieren. Selbst die Bordkarte kann man selbst erstellen und, falls man nur Handgepäck hat, kann man direkt zum Gate gehen. Für Gepäck bit es von der Lufthansa eigene CheckIn Schalter. Aber selbst da waren schon eine kleine Schlange, aber die eigentliche CheckIn ging wesentlich schneller, so dass die Wartezeit recht kurz war.

Gegen 16:00 Uhr geht es dann in die Lüfte und nach ruhigem Flug kommen nach knapp zwei Stunden in Barcelona an. Wir kaufen gleich auf dem Flughafen 2x die Barcelona Karte für drei Tage (je 30 Euro,--). Mit der Karte können wir den kompletten öffentlichen Verkehr kostenfrei nutzen und erhalten auf viele Museen und anderes Prozente. Die Karte ist leider nicht für jeweils 24 Stunden gültig, sondern nur jeweils an eingetragenen Tagen. So können wir diese heute noch nicht nutzen. Die Temperaturen hier liegen bei fast 30° jetzt noch in den Abendstunden.

Mit dem Taxi geht es dann in knapp 20 Minuten zu unserem Hotel "Travelodge L'Hospitalet". Wir bekommen ein Zimmer mit direkten Aussicht auf das Nachbargebäude mit den Generatoren für Klima, die ein Öffnen des Fensters unmöglich machen. Also Aussicht und Lärm schon mal nicht so gut, allerdings halten wir uns ja im Zimmer selbst nicht so lange auf. Außerdem haben wir noch ein behindertengerechtes Zimmer, was auch, als ich das kontrolliert habe, so gebucht wurde. Das habe ich wohl übersehen, allerdings erwarte ich bei einer Buchung auch, dass man auf solch spezielle Dinge aufmerksam macht und das nicht einfach bestätigen kann. Aber zum Nachteil gereicht das nicht - das Badezimmer ist traumhaft groß (da hätte unser komplettes Zimmer einschließlich Badezimmer von Edinburgh hinein gepasst (siehe: Tagebuch Edinburgh).

Nachdem wir uns eingerichtet haben und es ja noch relativ früh am Tag ist wollen wir noch in die City und uns schon einmal ein wenig umschauen. Wir machen uns auf den Weg zu unserer Haltestelle "Europa Fira (Messe)". Diese liegt dann doch ein gutes Stück weg und veranlasst uns heute und die nächsten Tage zu einigen Fussmärschen. Dafür haben wir aber von dort eine gute Verbindung in die City mit der S-Bahn. (Sowohl bei GoogleMaps als auch GoogleEarth gibt es diese Haltestelle noch gar nicht - auch das ganze Arsenal sieht noch wesentlich grüner aus als heute - entweder ist das Kartenmaterial wirklich sehr veraltet oder alles noch relativ neu gebaut).

Wir steigen an der Haltestelle Espanya aus und wollten eigentlich dort nur ein wenig Laufen und Schauen. Wir lesen dann aber noch im Reiseführer, dass am Brunnen vor dem Museu Nacional d'Art de Catalunya (MNAC) am Abend immer Wasserspiele mit Musik sind (Bewertung: Kitsch, er's mag). Also machen wir uns auf den kurzen Weg dorthin, suchen etwas zu essen - nur "kleine Kioske" direkt davor gefunden und setzen uns dorthin und warten gespannt auf das Weitere.

Pünktlich um 21:00 Uhr geht es los. Ein tolles Wasserspiel beginnt (Bilder dazu siehe 07.09.) - nur, nach 15 Minuten denke ich, warum keine Musik? Gegen 21:30 Uhr ist dann das Spektakel (vermeintlich) vorbei und wir stehen auf und sind schon am Gehen, als das Ganze nochmals los geht und jetzt auch mit Musik (Filmmusik, Queen, Klassik). Wauuu... unsere Stühle sind natürlich jetzt bereits neu besetzt, so dass wir uns das Ganze jetzt im Stehen anschauen.

Als dann wieder nach rund 20 Minuten der Brunnen wieder "wie ein normaler" Brunnen sprudelt, machen wir uns ein zweites Mal auf den Weg und ich denke noch, warum spielen die eigentlich nicht "Barcelona" mit Freddie Mercury und Monserrat Caballé. Ich habe es kaum zu Ende gedacht - schon geht es wieder los. Das war dann der Höhepunkt - und wir können es nur empfehlen. Mag es auch Kitsch sein - es ist eine wunderschöne Stimmung und macht richtig Spaß. Wir fahren zurück ins Hotel und, welch Wunder, schlafen recht gut für den ersten Tag in einem neuen Hotel.

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06.09.2008 - Picasso Museum, Barri Gòtic und Hafen

Unser erster Tag. Wir frühstücken im Hotel (€ 7,50 pro Person), beschließen aber, die beiden nächsten Tage in der Stadt zu frühstücken, da das doch ein wenig zu teuer ist für das was wir morgens essen.

Gleich nach dem Frühstück steht wieder unser Marsch zur Metro an - wir fahren diesmal bis (mit Umsteigen in Espanya) zur Haltestelle Catalunya, die uns direkt zum Plaza Catalunya führt. Von hier laufen wir zunächst zum Palau de la Música Catalana, dessen prächtige Architektur uns sehr beeindruckt. Leider ist geschlossen, so dass wir den Innenteil nicht sehen können. Und auch das Fotografieren ist gar nicht so einfach, da es umgeben ist von schmalen Gassen, die eine komplette Aufnahme unmöglich machen.

Anschließend geht es dann weiter in Richtung Museu Picasso. Da es noch früher Vormittag ist, ist zum Glück noch nicht so viel Betrieb. Leider ist das Fotografieren gänzlich (auch ohne Blitz) verboten. Wir schauen uns nur die Picasso Sammlung an - selbst dazu würde man ja viel länger benötigen um die Kunstwerke auf sich wirken zu lassen.

Der Besuch des Museums kann nur weiter empfohlen werden. Wir gehen nach dem Besuch erst einmal in einen nahe liegenden Park "Parc de la Ciutadella". Leider sind dort Bauarbeiten im Gange (Bühnenab- oder aufbau und Baumfällarbeiten). Nach einer kurzen Pause machen wir uns dann auf zu einem im Reiseführer von "National Geographic" beschriebenen Spaziergang (1 - Barri Gòtic)

Es ist jetzt schon mächtig viel los und ein großer Teil davon sind Touristen (wie ich später in Deutschland feststelle, ist heute ein WM-Qualifikationsspiel zwischen Andorra und England (0:3) - und dies findet hier in Barcelona statt - das erklärt die Unzahl von englischen Touristen). Wir starten die Tour wie beschrieben am Plaça Nova. Er führt uns zunächst zur Kathedrale von Barcelona (leider ziemlich eingehüllt in Gerüste und Baucontainer) und von dort in wunderschönen schmalen Gassen durch das ganze Barri Gòtic (das Herz der antiken Stadt).

Nach diesem anstrengenden, aber beeindruckenden Spaziergang, der uns bei der Església de la Mercé auch noch eine Hochzeit sehen lässt (was uns allerdings daran hindert, die Kirche von Innen zu sehen), machen wir uns auf in Richtung Ramblas um die Markthalle noch zu besichtigen.

Die Markthalle war rappelvoll und das meine ich wörtlich. Man sah vor lauter Menschen gar keine Waren mehr. Das Angebot ist beeindruckend und wir wären sicherlich noch länger in der Halle geblieben, wenn es denn wenigstens etwas leerer gewesen wäre. Aber durch den Samstag und die vielen Touristen war kaum ein Durchkommen.

Damit ist es jetzt langsam Nachmittag geworden und wir fahren jetzt zunächst mal ins Hotel zurück um bei einem kleinen "Nachmittagsschlaf" neue Kräfte zu Sammeln. Gegen 18:00 Uhr fahren wir dann wieder mit der Metro in die Stadt und steigen fast direkt am Hafen (Haltestelle Drassanes) - dort ist auch der Markt - aus und laufen entlang des alten Hafens.

Bei traumhaftem Wetter und Temperaturen genießen wir die tolle Aussicht auf schöne Yachten und Segelschiffe - ganz in der Nähe stellt sich (vermutlich eher für die Einheimischen) die Provinz Andalusien in einer kleinen Messe vor. Wir schauen uns die Speisekarten von verschiedenen Restaurants an und entscheiden uns dann für eines und speisen ganz vorzüglich.

Als wir zurückgehen können wir auch noch bei der Messe von Andalusien Live-Bühne mit Flamenco-Tänzerinnen zuschauen. Das hat viel Spaß gemacht. Ich hoffe, der 20s Videoclip verstößt gegen keine Rechte. Qualitativ schlecht, wird es wohl kaum kopiert werden. So langsam sind wir aber doch ziemlich geschafft - ein langer Tag bei 30° Temperaturen geht zur Neige und wir sind froh, als wir im Hotel ankommen und uns in die Koje werfen können.

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07.09.2008 - Parc Güell, Miró Museum, Seilbahn, Wasserspiele

Heute geht es zunächst zum Frühstücken in die Stadt und begnügen uns mit Croissant und gutem Kaffee. Anschließend machen wir uns auf zum Parc Güell, wie so vieles in Barcelona, von Gaudi geplant. Eigentlich als Wohnviertel geplant blieb davon nur der Park übrig.

Wie im Reiseführer empfohlen, sind wir schon früh da und das kann auch nur für das Wochenende empfohlen werden, denn als wir mittags den Park wieder verlassen, ist der Betrieb schon gewaltig.

Ein Besuch des Parks lohnt sich auf alle Fälle, schon wegen der tollen Aussicht auf die Stadt. Aber der Park selbst ist schön mit den wie immer verspielten Bauwerken von Gaudi. Ein Fotografieren ohne Menschen ist jetzt schon fast nicht mehr möglich.

Als nächstes steht dann das Fundació Joan Miró auf dem Besuchsplan. Auch hier haben wir noch Glück, dass die Schlange am Eingang noch akzeptabel ist - als wir die Galerie verlassen, stehen sie schon bis zur Straße. Entsprechend voll ist es natürlich was ein Betrachten der Bilder erschwert. Auch war das Fotografieren in den Räumen, auch ohne Blitz, nicht erlaubt. Aber der Besuch lohnt alle Mal. Auf der Terrasse dann noch einige Kunstwerke und ein schöner Blick auf die Stadt.

Anschließend geht es mit der Seilbahn hoch zum Castell de Montjuic. Ein traumhafter Blick zum Meer und Hafen gibt es hier kostenfrei und ich vergesse doch tatsächlich eine Panaormaaufnahme zu machen. Nach einer verdienten Pause machen wir uns dann auf zur ältesten Baustelle Barcelonas, der Sagrada Familia.

Gaudi übernahm von einem Architekten die Planung dieser Kirche. Nach der Übernahme war es bis zu seinem Tode sein Lebenswerk. Noch heute wartet dieses Bauwerk seiner Vollendung und angeblich soll es 2011 soweit sein.

Zu dem Bauwerk gibt es die unterschiedlichsten Meinungen - mir jedenfalls hat es nicht so toll gefallen (im Gegensatz zu Susanne). Möglicherweise hat das auch einfach damit zu tun, dass das ganze Gelände eine einzige Baustelle ist, die es kaum ermöglicht, sich ein Gesamtbild der Kirche zu machen. Überall, an allen Ecken und Kanten stehen Kräne, Container, Gerüste, Abdeckungen und das rund um das Gebäude, so dass kaum ein schöner Gesamteindruck entstehen konnte - entsprechend waren auch Fotos schwer zu gestalten.

Eine Aussicht von oben (Fahrstuhl - lange Wartezeit!) war auch nicht das Gelbe vom Ei. Na, vielleicht wirkt sie ja anders, wenn sie dann mal endlich fertig gestellt ist.

Nach einem ereignisreichen und langen Tag geht es jetzt erst einmal zurück zum Hotel zum Ausruhen. Anschließend dann zum Essen nach Las Ramblas und dann zu den bereits am Freitag gesehenen Wasserspielen - diesmal mit Kamera. Und da wir diesmal wissen, was im einzelnen kommt (es ist das gleiche Programm) können wir auch vorhersagen, wann die ersten Leute, die zum ersten Mal hier sind, gehen (wollen).

Wir sind diesmal früh genug da um einen guten Platz oberhalb der Treppe zu ergattern und es gibt auch einige Aufnahmen davon. (Auch ein VideoClip mit Musik - ich hoffe, die eine Minute verstößt gegen keine Rechte). Danach sind wir aber ziemlich geschafft und sind froh, als unser doch recht langer Fußweg zum Hotel zu Ende ist und wir gut und fest schlafen.

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08.09.2008 - Las Ramblas, Tour 2 (MM), Eixample, Aquarium

Unser letzter Tag in Barcelona. Nachdem wir wieder eine Kleinigkeit in einem Café gefrühstückt haben, geht es erst zu einem Streifzug über einen Teil der "Las Ramblas", ein langer Boulevard, der sich über mehrere Stadtviertel verteilt. Viele Straßenkünstler und Verkaufsstände machen das zu einem Erlebnis.

Im Anschluss machen wir die Tour 2 nach dem Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag, der uns zur Kirche (Kloster) Sant Pau del Camp führt - wunderschöner Innenhof. Anschließend laufen wir durch das Viertel mit kleinen Gassen und lebhaftem Betrieb.

Als nächste Adresse steht dann Eixample an u.a. mit der "Casa Milà. (letztes von Gaudi gebautes Wohnhaus). Hier hätten wir allerdings als erstes hingehen sollen - denn die Riesenschlange für den Eintritt reicht bis zur Hauptstraße. Vor allem die Dachlandschaft soll sehr sehenswert sein. Also, noch ein Grund, mal irgendwann wieder hin zufliegen.

Mit der Metro geht es dann zum Hafen zum Aquarium - einstmals das Größte in Europa. So nah war ich noch nie Haien und anderem größerem Meeresgetier. Durch einen Tunnel auf einem Laufband kann man die Meereswelt wunderbar beobachten.

Zum Abschluss wollen wir uns noch die Figur von Miró "Dona i Ocell (Frau und Vogel)" anschauen. Es dauert allerdings ein wenig bis wir diese Figur (obwohl nicht zu übersehen) finden, da Sie nicht im (zumdst. sichtbaren) Park de l'Escorxdor ist, sondern auf einem Platz direkt neben der Straße. Alleinstehend auf dem riesigen Platz - Hochhäuser dahinter - macht sie auf uns einen etwas verlorenen Eindruck. Lt. Reiseführer eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt - aber Touristen sind hier außer uns keine zu sehen.

Nun heißt es Abschied nehmen - wir fahren mit der Metro zum Hotel, von wo wir anschließend mit dem Taxi zum Flughafen fahren und abends Richtung Heimat aufbrechen.

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09.09.2008 - Fazit

Jederzeit wieder. Eine wirklich beeindruckende und quicklebendige Stadt - man hat in drei Tagen kaum Zeit, vieles intensiv zu sehen - eigentlich braucht man die Zeit schon für die Museen. Auch Mußezeit in den Parks hat gefehlt, so dass sich ein zweiter Besuch sicherlich lohnt. Einziges Problem für uns war: für eine Stadtbesichtigung war es mit über 30° dann doch ein wenig zu warm. Man war Nachmittags schon geschafft und konnte die Sehenswürdigkeiten nicht mehr so intensiv aufnehmen.

Leider hat es diesmal doch lange Zeit gedauert bis ich Zeit und Muße für das Tagebuch gefunden habe, so dass einige intensive Eindrücke schon flüchtig geworden sind. Ich hoffe, dass es trotzdem noch lesenswert bleibt.

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Verwendete Literatur:


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