Urlaubstagebuch Gardasee
Oktober 2007

Anmerkungen:

Die Links wurden beim Schreiben des Tagesbuches gesetzt. Sollten Links nicht mehr korrekt sein, wäre es nett, wenn Ihr mir eine Information zukommen lasst.

Bilder des Tages: Die Links sind ein Teil der Diashow, die auch separat aufgerufen werden kann. Wenn Ihr den Link "Bilder des Tages" benutzt, könnt Ihr aus der Tagesübersicht via Link "Tagebuch" ins Urlaubstagebuch an den entsprechenden Tag zurückspringen. Alle anderen Links zum Tagebuch (Einzelbilder) gehen zum Start des Tagesbuchs zurück.


Inhaltsverzeichnis


06.10.2007 - Anfahrt

Eigentlich wollten wir uns um 08:00 Uhr in Untersiemau auf den Weg machen - es wurde dann aber doch noch 09:30 Uhr, bis wir endlich abfuhren. Unser Bäcker, wo wir noch Brot kaufen wollten, hatte leider Betriebsferien und glücklicherweise haben wir dann in Obersiemau gerade einen "fahrenden" Bäcker getroffen bei dem wir uns eindecken konnten.

Dann ging es aber, bei schönstem Wetter, endlich los Richtung Lichtenfels und über den Frankenschnellweg (wobei der zur Zeit eine einzige Baustelle ist) auf die Autobahn Richtung Nürnberg, dann München, wo wir einen kurzen Stau wg. eines Unfalles hatten, ansonsten aber problemlos durch kommen.

Auch in Österreich und Italien gab es kaum erwähnenswerte kleine Staus. Bis Oberitalien war das Wetter immer schön, aber, wie bereits im Wetterbericht gesehen, ab Trentino wurde es schlechter. Ab Trento hat es dann teilweise richtig geregnet.

Dadurch, dass wir kaum Unterbrechungen hatten, waren wir gegen 16:00 Uhr bereits in Arco und haben uns auf dem Campingplatz einen Platz gesucht. Es waren doch noch mehr Camper als angenommen da, vor allem auf der hinteren Wiese, weil dort nicht so viele Bäume stehen und daher die Sonne besser durch kommt.

Der Campingplatz hat einiges geändert, so ist die ganze Rezeption neu und direkt daneben ein überdachtes Café, wo man dann auch mal einen Capuccino trinken kann.

Dann kommt das, was immer kommt, den Roten Baron "camping" fertig machen. Mit den Auffahrhilfen kriegen wir ihn schön in Waage, Markise aufbauen und befestigen, Strom anschließen, Gas aufdrehen (neue Flasche) und unsere neuen Lüfter für die Seitenscheiben.

Dann gibt es erst einmal Kaffee und anschließend laufen wir nach Arco rein, schließlich haben wir den ganzen Tag im Auto verbracht und brauchen noch etwas Bewegung. Es ist erstaunlich, wie viele Sportbekleidungsgeschäfte es inzwischen hier gibt - ich kann mir nicht vorstellen, dass diese alle überleben. Alle paar Meter wieder ein Geschäft. Ansonsten gibt es einige neue Geschäfte - aber vieles ist auch beim Alten geblieben.

Wir kommen dann noch zu einer Tourismusbörse vom Trentino (in erster Linie wohl für Mountain-Biker) und können uns dort noch ein paar Prospekte ergattern (obwohl dort hauptsächlich italienisches Publikum ist - ganz im Gegensatz zu Arco selbst - da hört man mehr deutsch als italienisch).

Gegen 19:30 Uhr sind wir dann wieder am Campingplatz und machen es uns für den Abend gemütlich (Susanne ist es draußen zu kalt). Bin mal gespannt, was wir morgen unternehmen.

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07.10.2007 - Torbole nach Nago mit Abstecher zum Castello di Pénede

Die erste Nacht im Roten Baron. Wie immer ist das wieder eine Umgewöhnung vom breiten Bett auf ein schmales nicht gar so bequemes Bett umzuschalten und die erste Nacht ist etwas unruhig. Wir sind schon früh heute im Bett und schlafen trotzdem bis 08:00 Uhr.

Da die Nebengebäude bereits zu sind, sind die Wege zum Waschen weit, aber dafür ist auch nicht so ein Hochbetrieb wie während der Saison.

Wie im Wetterbericht prophezeit, scheint heute morgen die Sonne. Diese kommt allerdings durch die hohen Berge erst sehr spät zu unserem Platz, so dass wir noch im Schatten frühstücken müssen. Morgen früh werden wir auf der anderen Seite vom Roten Baron frühstücken - da kommt sie etwas früher an.

Nach dem Frühstück geht es dann zu unserer ersten Tour. Susanne hat heute eine kleine Tour von Torbole nach Nago und zurück ausgesucht. Wir fahren zunächst mit den Rädern bis nach Torbole (rund 7km vom Campingplatz), stellen diese am Gardasee ab und machen uns dann auf den Weg nach Nago.

Dieser führt uns zunächst im Altstadtkern an Goethes Wohnhaus vorbei, als er Italien besuchte. Auf dem Weg aufwärts wollten wir die Kirche Sant'Andrea besichtigen, was aber leider wg. eines Festgottesdienstes nicht möglich war. Also wanderten wir im Tal Santa Lucia weiter, das bald dann zum Aufstieg nach Nago führte. Eine schöne Geste eines Anwohners: es lag ein Korb mit Weintrauben und dem Hinweis 'for free' vor dem Einfahrtstor. Das Angebot nahmen wir gerne an - die Trauben schmeckten richtig gut.

Über diese alte Römerstraße vollzog sich der wohl spektakulärste europäische Schiffstransport auf fester Erde. (über die Berge wurden die Galeeren gezogen - wg. der Vormachtstellung am Gardasee zwischen den Mailänder Visconti und den Venezianern - näheres dazu siehe Links, obwohl ich kaum etwas darüber im Internet gefunden habe (in der englischen und italienischen Wikipedia steht noch einiges drin)).

In Nago angekommen, geht es gleich links zur Ruine des Castelo di Pénede. Dort angekommen, müssen wir feststellen, dass alles gesperrt ist (Baustelle), was uns zu einigen Zaunüberquerungen nötigte, bis wir in der Bergruine waren. Von dort hat man ein wunderschönes Rundumpanorama zum Gardasee, aber auch in Richtung Norden.

Anschließend geht es wieder auf der anderen Seite der Ruine abwärts nach Torbole, wo wir noch die Auswaschungen (extra beschrieben und sehr schön zur Besichtigung markiert) der ehemaligen Gletscher sehen können, die hier die Landschaft komplett verändert haben. (ist 'ne Weile her)

Nach einem guten Cappuccino am See geht es dann mit den Fahrrädern zurück zum Campingplatz wo der Abend eingeläutet wird. Heute bleibt die Küche kalt, heute geht's zum ... (California in der Nähe vom Campingplatz)

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08.10.2007 - Limone sul Garda

Wir wollen heute mit dem Boot über den Gardasee (zum ersten Mal, dass wir AUF dem See sind) nach Limone, um uns die Stadt anzuschauen, die überall als sehr schön beschrieben ist.

Wir fahren zunächst mit den Fahrrädern nach Riva und lassen diese dort am Hafen stehen - müssen dann aber feststellen, dass wir gerade ein Schiff verpasst haben. Also heißt es rund 1,5 Stunden warten, bis das nächste Boot ablegt.

Das Gute an dieser Jahreszeit ist, dass der kleine Ort nicht gar so überlaufen ist wie in der Hauptsaison. Nachdem wir das Schiff verlassen haben und uns ein wenig abseits orientieren, können wir sogar leere(!) Gassen fotografieren.

Zunächst laufen wir durch den Ort um dann die "La Limonaia del Castél" zu besichtigen, die inzwischen im Besitz der Stadt ist und wo wieder Zitrusfrüchte angepflanzt und beschrieben sind. Ist sehr schön gemacht und jetzt wird auch klar, warum die ganzen Limonenhaine immer in betonierten Mauern mit herausragenden Säulen sind - diese wurden in den Windermonaten mit Bretterverhau vor der Kälte geschützt und die Säulen dienten einfach als Befestigung dafür.

Man sieht noch sehr viele von diesen alten Limonenhainen von denen aber keine mehr bewirtschaftet wird. Nach einer Besichtigung der Kirchen San Benedetto und San Rocco (wunderschöne kleine Kapelle) und einem Ausflug Richtung Osten kommen wir noch bis an den Strand und müssen uns dann langsam wieder auf den Rückweg machen, um unser Boot nach Riva zu erreichen. Und wie ich inzwischen aus der Literatur weiß, stammt der Name der Stadt nicht, wie man normalerweise annehmen sollte, von den Limonen, sondern vom lateinischen Wort Limes (Grenze) ab, denn hier endete einst die Republik Venedig.

Der Ort lohnt wirklich einen Besuch - obwohl wahrscheinlich in der Hauptsaison total überlaufen. Auf dem Campingplatz zurück gibt es heute "Coburger Würstchen aus Untersiemau" - es ist am Abend nicht mehr gar so kalt wie gestern (obwohl Susanne da wohl anderer Meinung ist).

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09.10.2007 - Sentiero dell'Anglone und Sentiero degli Scaloni

Heute stehen zwei Klettersteige auf dem Programm (einer im Aufstieg, einer im Abstieg), die wir schon einmal gegangen sind (September 2001).

Wir fahren mit den Fahrrädern vom Campingplatz bis nach Ceniga und von dort noch halbe Strecke bis Dro, wo unser Weg heute nachmittag endet. Direkt an einem wunderschönen Hof lassen wir die Räder stehen und laufen danach bis Dro, wo uns bald der Einstieg zum Wanderweg Nr. 428b erwartet.

Nach kurzer Wegstrecke ging es bald mächtig bergauf und die Wege waren auch gesichert, obwohl wir kein Klettersteigausrüstung dabei hatten (unseres Erachtens auch nicht notwendig - aber ohne Gewähr). Schwindelfreiheit ist sicherlich Voraussetzung für den Steig, der uns dann nach rund 400 Höhenmeter zunächst auf schönem Höhenweg Richtung Süden zurückführt.

Der Weg wurde inzwischen wohl als Lehrpfad ganz neu gestaltet. Überall wurden Hinweisschilder dreisprachig (italienisch, englisch, deutsch) aufgestellt, die über das ehemalige Leben hier berichten. So z.B. der Holztransport, die Tierhaltung (mit Wohnungen und Stalllungen im Fels) und vieles mehr - da hat sich seit unserer letzten Begehung einiges getan.

Aber wie so oft hier: obwohl die Beschilderung bisher wirklich toll war, gab es dann eine Stelle, wo der Weg eigentlich klar erkennbar war und keine Markierung war und dann auf einer Straße endete, die nicht klar erkennen lies, wo es weiter ging.

Also sind wir noch einmal das Teil hinauf gestapft und siehe da, an einer Abzweigung waren dann irgendwann wieder Markierungen sichtbar (allerdings nicht an der Abzweigung).

So ganz allmählich verließen wir den Höhenweg und dann ging es richtig steil bergab. Der Weg war gut gesichert, und an einer Stelle dann mit Treppen überbrückt, die sonst sicherlich nicht überwindbar gewesen wären.

Schnell überbrückten wir die Höhenmeter und dann ging es noch über ein Geröllfeld, ehe es dann moderat zu unserem Ausgangspunkt ging, von wo wir mit den Rädern dann zum Campingplatz zurück fuhren.

Das war heute die erste richtige Wanderung, die auch ein wenig Schweiß gefordert hat - die Temperaturen waren zum Glück angenehm, aber nicht so heiß, so dass es richtig Spaß gemacht hat, auch wenn meine Kondition nach den zwei Operationen doch momentan sehr zu wünschen übrig läßt.

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10.10.2007 - Fahrradtour zum Lago di Cavedine und Lago di Toblino

Zunächst haben wir heute eine Bergtour bei Biacesa geplant - da es aber heute den einzigen Tag (lt. Wetterbericht) mehr bedeckt als sonnig ist, planen wir kurzfristig um und machen eine Radtour zu zwei Seen im Norden von Arco.

Zunächst geht es über Ceniga und Dro auf bekanntem Weg Richtung Norden um dann in Dro Richtung Drena abzubiegen. Nach kurzer Zeit geht es dann für "Ungeübte" aufwärts und tapfer, tapfer, Susanne steigt ganz selten ab. Ich selbst quäle mein zur Zeit nicht gerade ideales Gewicht bis zur Abzweigung zum See hoch.

Das Schutzgebiet "Biotopo Marocche di Dro" hier belegt wie auch Berge der Zeit Tribut zollen - eine gigantische Steinwüste, die unüberwindbar scheint. Die Steinwüste sehen wir diesmal von oben, haben diese bei einer früheren Tour auch schon "durchfahren" (oder besser "durchschoben").

Beim abwärts fahren merkt man den kühlen Wind und da sich bis jetzt auch noch keine Sonne hat blicken lassen, kühlt die Haut doch etwas ab. Am Lago di Cavedine scheint schon Saisonschluss zu sein - jedenfalls sieht und hört man nichts. Die Landschaft wirkt herbstlich und zauberhaft im Dunst. Wir fahren am See entlang, der am Nordende Zufluss durch einen Kanal (?) aus dem Toblino-See erhält. Von dort direkt auf Nebenstraßen durch den wunderschönen Ort Pergolese bis Sarce in wunderbarer Landschaft mit unzähligen Weinfeldern.

Nach Sarce fahren wir das kurze Stück bis zum südlichen Ende des Lago di Toblino. Wir lassen die Fahrräder dort stehen und machen uns auf am Ufer des Sees zu spazieren. Die Wege dort sind hervorragend für Wanderer und viele, viele Erklärungen zu Natur, Bäumen und Tieren machen den Weg sehr kurzweilig. Die Erklärungen sind wirklich liebevoll geschildert. Nicht einfach so trocken daher, sondern mit prosaischen Erläuterungen. Das macht richtig Spaß zu lesen.

Der See ist sehr milchig und ruhig. Das Castel Toblino auf einer Halbinsel (war mal eine Insel!) ist heute ein Restaurant. Wir gehen in den Innenhof und machen kurz Rast dort, ehe wir noch ein Stück weiter nördlich laufen. Dann laufen wir zurück und fahren mit den Rädern jetzt über Sarce direkt auf wunderbar angelegten Fahrradwegen bis Pietramurata, wo wir dann leider ein kurzes Stück auf der Hauptstraße weiterfahren müssen.

In Höhe des südlichen Endes des Lago di Cavedine können wir dann aber über eine Brücke wieder auf die andere Seite der Sarca wechseln, wo eine schöne Nebenstrecke bis fast nach Dro führt. Kurz vor Dro kommen wir dann wieder auf die Straße von heute morgen und fahren dann durch den Ort via Ceniga zum Campingplatz zurück (Fahrradtour waren rund 39km). Anschließend kaufen wir uns dann in Arco endlich die Schuhe, die momentan wohl alle haben (Reto!), ich in wunderschönem Orange, Susanne in Rosé.

Dann wird noch eingekauft und anschließend der Abend eingeläutet. Heute gibt es mal eine warme Mahlzeit im Roten Baron, mit Gnocchi und Mischung aus Untersiemau (köstlich).

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11.10.2007 - Über den Notice nach Riva del Garda

Der Rote Baron ist ja mit Markise, Seitenfensterlüfter und Auffahrhilfe ziemlich fest am Campingplatz verankert, so dass eine Fahrt mit einigem Aufwand verbunden wäre. (Camping-Nachbarn haben übrigens einen Roller dabei, der dafür wirklich klasse ist). Wir wollen heute in der Nähe von Biacesa auf den Nodice und von dort nach Riva del Garda wandern. Daher planen wir von Riva mit dem Taxi zum Ausgangsort zu fahren, um uns die Arbeit zu ersparen.

Wir fahren zunächst mit den Rädern nach Riva zum Gardasee-Ufer, wo wir sie abstellen und bestellen uns dann in der Touristik-Information ein Taxi, dass uns über die SS240 bis zur Abzweigung nach Pregasina bringt (18,-- Euro). Von dort geht bald ein Wanderweg ab. So sparen wir uns auch den Weg von Biacesa hier her.

Auf sehr steilem Weg geht es stetig bergan und der Weg lässt sich aufwärts gut laufen - abwärts wäre er wohl wesentlich schwieriger zu laufen. Durch Pinienwald, der alle Sonne, die heute wolkenlos scheint, verschluckt, geht es ständig bergauf und meine Bergziege läuft und läuft und meine 85kg hecheln hinterher.

Nach rund 360 Höhenmeter erreichen wir nicht nur eine sonnige Höhe mit wunderbarer Aussicht, sondern auch den Weg auf den Nodice. Nach kurzer Pause machen wir uns an den Aufstieg zum Nodice, der uns zunächst ein Stück abwärts führt, ehe er auf unmarkiertem Weg über die Scala Santa (Steintreppen) an der Ostflanke aufwärts führt. Dort gehen wir zunächst an der Nordflanke in ehemaligen Schützengräben und suchen nach einem Aufstieg auf den Berg. Es gibt keine Markierungen, aber wir denken, dass wir den höchsten Punkt des Berges erreicht haben und suchen uns einen Abstieg, um wieder in dem Schützengraben zu landen, der uns dann wieder zum Ausgangspunkt an der Bocca de Lé bringt - eine kleine Lichtung mit Kriegerdenkmal.

Nach unserer Mittagsrast geht es dann über einen schmalen Pfad, der aber meistens gut gehbar ist in Richtung Pregasina abwärts. Pregasina, ein kleiner wunderschöner Ort mit schönen Häusern und etwas unterhalb mit traumhaften Häusern - offensichtlich eine gute Lage. Wir kürzen über diesen Weg die Straße ab, die wir an der Statue "Regina mundo" wieder erreichen.

Nun laufen wir zunächst die alte Straße nach Pregasina abwärts, zweimal mit Wegweisern abkürzend über steile, schmale Pfade und kommen dann zur Kreuzung der alten Straße, die zum Ledro-See führt. Diese ist inzwischen für Mountain-Biker hergerichtet und wir wandern diese abwärts, zunächst noch asphaltiert, dann aber asphaltlos.

Wir haben immer wieder schöne Aussichten und es gibt auch hier inzwischen viele Schilder mit Erklärungen über den Bau der Straße und über Stellungen des 1. Weltkrieges. Alles sehr schön gemacht. Immmer abwärts laufend erreichen wir dann irgendwann Riva und machen uns dann mit den Rädern auf um zurück nach Arco zum Campingplatz zu fahren.

Kurzfristig entschließen wir uns, heute essen zu gehen, da wir keine Lust mehr haben, noch etwas zuzubereiten. Gleich gegenüber dem Campingplatz gibt es ein Restaurant - hat den großen Vorteil, dass es danach keine lange Wegstrecke ins Bett ist.

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12.10.2007 - Monte Baldo Höhenwanderung

Bei wunderschönem Wetter wollen wir heute auf dem Monte Baldo eine Höhenwanderung unternehmen. Wir fahren mit den Rädern zum Busbahnhof in Arco und von dort zunächst bis Riva Busbahnhof. Von dort haben wir dann die Möglichkeit bis nach Malcesine zu fahren, von wo eine Berggondel uns auf 1.752 Höhenmeter bringt (mit einer Mittelstation).

Die Gondel von der Mittelstation zur Bergstation dreht sich dann auch noch, allerdings nicht die Sitze in der Mitte der Gondel, was uns zunächst etwas irritiert, weil es sehr eng zu geht und ich meinen Vordermann vorwurfsvoll anschaue, warum der mir sein Knie in die Beine drückt. Erst dann merken wir, dass alle vor uns sich langsam um uns drehen und kurz vor der Bergstation uns einmal umrundet haben.

Oben angekommen, ziehe ich gleich die dickere Hose wieder aus, die ich sicherheitshalber angezogen habe. Aber auch hier auf fast 1.800 Metern ist es richtig warm. Die Masse macht sich in Richtung Norden zum Monte Altissimo auf, während wir Richtung Süden bis zur Cima delle Pozzette auf 2.132 Metern wandern.

Obwohl es bald ein wenig bedeckt ist sind die Aussichten nach Norden traumhaft, wenn auch etwas dunstig, während man nach Süden kaum klar schauen kann, weil alles sehr dunstig ist. Aber die Aussicht sowohl in Ost- als auch Westrichtung auf die Berge ist toll. Im Nordwesten können wir die Gletscher der Adamello-Gruppe sehr gut sehen.

Der Weg erfordert auf alle Fälle richtige Ausrüstung, da teilweise kleine Klettereinlagen gefordert sind und ein großer Teil der Wegstrecke alpin ist (wenn auch nicht steil). Trotz des guten Wetters hält sich zum Glück der Betrieb in Grenzen, so dass wir auf der Cima delle Pozzette schön Rast machen können.

Anschließend geht es auf gleicher Wegstrecke zurück, wo dann Susanne noch von einer Wespe gestochen wird, die in den Schuh geflogen kam und durch die Strümpfe stach. Zum Glück keine allergische Reaktion, aber wir machen dann nochmal Rast um Salbe aufzutragen und es uns dann unter der Höhensonne dösend bequem zum machen und den Tag zu genießen.

Ebenfalls hat man für die Gondelfahrt geringere Wartezeiten und wir kommen optimal zur Station zurück und sind bald wieder in Malcesine, wo wir gerade an den Haltestelle kommen, als der Bus kommt. Erst in Riva haben wir etwas Pech und müssen 30 Minuten auf den Bus nach Arco warten.

Am Campingplatz gibt es dann erst einmal einen guten Campari und dann wird der Abend eingeläutet. Morgen wollen wir einen Ruhetag einlegen um dann am Sonntag eine letzte Tour zu unternehmen.

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13.10.2007 - Ruhetag

Wir warten nach dem Aufstehen mit dem Frühstück bis die Sonne am wolkenlosen Himmel hinter den Bergen die ersten Strahlen zu unserem Platz schickt. Dann machen wir uns ein schönes Frühstück und können beobachten, wie viele Camper im hinteren Bereich die Sachen packen, so dass wir schon annehmen, dass wir ganz alleine stehen bleiben. Aber dann steht auf jeder Wiese noch ein Camper. Mal schauen, wie es morgen aussieht.

Dann wir gefaulenzt (bzw. am Tagebuch geschrieben). Nachmittags geht es dann in die Stadt um ein wenig zum bummeln. Meine Achillesferse schmerzt ziemlich - ich hoffe, morgen für unsere Abschlusstour geht es wieder.

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14.10.2007 - Rückfahrt

Eigentlich wollten wir ja erst morgen nach Hause fahren und heute eine Abschlusstour unternehmen. Dagegen sprechen leider die Schmerzen in meiner Sehne.

Da es außerdem heute sehr tief bedeckt ist, entschließen wir uns dann kurzfristig die Rückreise einen Tag früher zu beginnen. Wir kommen ohne jeglichen Stau (erstaunlich) nach Hause und können jetzt noch drei Tage Urlaub genießen. Es war wieder mal ein toller Urlaub - Nachteile der späten Jahreszeit - die Sonne ist spät da und früh weg, wenn man direkt hinter Bergen kampiert. Vorteile: Auch sonst überlaufene Orte wie Limone können besichtigt werden ohne dass man lfd. über Touristen stolpert.

Wir hatten absolutes Glück mit dem Wetter. Außer bei der Anreise fast wolkenloser Himmel mit Sonne pur.

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Verwendete Literatur:


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